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25.01.2010 Anstieg der Arzneimittelkosten weiterhin ungebremst

Rubrik: Zahlen

In den ersten drei Quartalen 2009 sind die GKV-Kosten für Arzneimittel wieder deutlich angestiegen. Im gesamten Jahr 2008 zahlte die Versichertengemeinschaft 29,1 Mrd. Euro für Medikamente (ohne Zuzahlungen und Impfkosten). Im Verordnungsverhalten der Ärzte sind deutliche Unterschiede nach Bundesländern erkennbar. Immer mehr Arzneimittel sind aufgrund von Festbetragsregelungen oder Rabattverträgen von der gesetzlichen Zuzahlung befreit. Hiervon profitierten 24 Mio. Versicherte und sparten so bisher rund 680 Mio. Euro.

In den ersten drei Quartalen 2009 sind die Arzneimittelkosten gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 erneut um 5,2 Prozent angestiegen. Die Ausgaben waren mit 23,9 Mrd. Euro rund 2 Mrd. höher als für das gesamte Jahr 2004. Durch das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) waren die Arzneimittelausgaben 2004 auf unter 22 Mrd. Euro und da-mit auf den Stand vor 2001 zurückgegangen. Allerdings ist der Anstieg seitdem ungebremst. Weder das Arzneimittelverordnungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG), noch das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) konnten daran etwas ändern. 2008 lagen die Ausgaben insgesamt bei über 29 Mrd. Euro, das waren 415 Euro je Versicherten.

Die Kosten je Verordnung sind in Berlin am teuersten. Im ersten Halbjahr 2009 kostete ein Fertigarzneimittel auf Rezept hier durchschnittlich 56,33 Euro. Überdurchschnittlich hoch lagen die Kosten auch in Hamburg mit 54,92 Euro und in Sachsen mit 50,92 Euro. Am günstigsten waren die Kosten je Verschreibung in Westfalen-Lippe mit 40,62 Euro. Anhand des unterschiedlichen Verordnungsverhaltens in den einzelnen Kassenärztlichen Vereinigungen zeigt sich, dass Ärzte einen erheblichen Einfluss auf die Arzneimittelausgaben ausüben. Auch zwischen Ost und West gibt es deutliche Unterschiede: Während die Kosten in Westdeutschland mit 44,60 Euro je Verordnung leicht unterdurchschnittlich waren, lagen sie im Osten Deutschlands mit 49,36 Euro deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 45,45 Euro.


Kommentare zum Beitrag

Anzeige: 1 - 4 von 4.
 

Jürgen Mohncke

Donnerstag, 04-03-10 19:49

Die meisten Pharmafirmen haben ihren Sitz im
Ausland.Warum ist das deutsche Gesundheits-
wesen verpflichtet die hohen Kostenforderungen dieser Industrie zu bezahlen?Das deutsche Versorgungsnetz könnte doch die Medikamente auch aus dem
Ausland beziehen,wo sie oft bis zu 40% billiger
sind,als bei uns.Wer zwingt das deutsche
Gesundheitssystem zu dieser Zwangslage?
Unterliegen wir der Erpressung der
Pharmaindustrie?
Das Gesundheitswesen hat sich leider in den
letzten Jahren durch die Privatisierung zu
einem Faß ohne Boden entwickelt und bezahlen müssen es die Versicherten.
mit freundlichem Gruß
Jürgen Mohncke

 

Irene Semke hauptstr.27 38471 rühen

Freitag, 29-01-10 18:19

die Paxisgebühr wurde erhoben damit die krankenkassen ihr defizit ausgleichen konnten,
die Versicherten müssen sich viele überweisungen holen glauben sie wirklich wenn die Gesundheitskarte eingeführt wird ergeben sich weniger Kosten,wenn man früher ein bein gebrochen hatte und Krücken bekam, mußten diese wieder abgegeben werden,heute heßt es die können Sie behalten, daß ist Verschleuderung von Geldern das ist nur ein Beispiel, ich werde Ihnen aber in den Nächsten Tagen nur viele solcher Beispiele
zusenden.

 

Deutsche BKK

Donnerstag, 28-01-10 21:46

*unterschreib*

 

Pille

Montag, 25-01-10 18:00

Es können Millionen an Medikamenten Kosten gespart werden.Packungsgrößen drastich verkleinern, Medikamente Tabletten einzeln ausgeben. Wozu eine Packungung Tabletten mit 20 - 50 Stck.und mehr Inhalt verschreiben wenn in den meisten Fällen die Beschwerden bei Einnahmen von 3 - 5 Tabl. überwunden sind. Gilt nicht für chronisch Kranke aber die vielen vermeintlich Kranken die Ihre Tabl. Ration jedes Qurtal abholen und diese zu Hause horten oder gleich in den Müll werfen.

 
 

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