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13.04.2010 Kostenlose Patientenberatung – Ist das bezahlbar?

Rubrik: Medizin

Seit Januar 2007 gibt es den Verbund der Unabhängigen Patientenberatung (UPD). In 22 regionalen Anlaufstellen in ganz Deutschland können sich Patienten kostenlos und unabhängig zu Gesundheitsfragen informieren. Die UPD wird von den gesetzlichen Krankenkassen mit jährlich 5,1 Millionen Euro finanziert.

Gestartet ist die UPD als Projekt. Gesellschafter sind der Sozialverband VdK Deutschland e.V., der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. und der Verbund unabhängige Patientenberatung e.V. Die Unionsfraktion will die Beratungsstellen nun ausweiten. Dazu ist ein Ausbau auf 40 Anlaufstellen geplant. Entsprechend würde sich das Budget verdoppeln.
Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass Beratungsbedarf zweifelsohne vorhanden ist. Die meisten Patienten und Versicherten nutzen jedoch die Möglichkeit einer telefonischen oder Online-Beratung. Der Wissenschaftliche Beirat, der das Modellvorhaben begleitet, stellte im Januar 2010 seine „Eckpunkte für das zukünftige Leistungsprofil einer unabhängigen Patientenberatung“ vor. Die Wissenschaftler  halten in erster Linie eine Optimierung der vorhandenen Strukturen der UPD für notwendig. Aus diesem Grund sei derzeit eine flächendeckende Ausweitung regionaler Standorte entbehrlich.

Die Deutsche BKK schließt sich dem Statement des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung an: Eine flächendeckende Ausweitung in Zeiten einer Unterfinanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung ist „finanziell nicht vertretbar“. GKV-Sprecher Florian Lanz fordert auch eine Beteiligung der privaten Krankenversicherung, da „schon jetzt rund acht Prozent der Ratsuchenden privat versichert seien.“

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