08.02.2010 Versicherte profitieren von Arzneimittelrabattverträgen
Derzeit sind 11.500 Arzneimittel für gesetzlich Versicherte zuzahlungsfrei – fünfmal mehr als noch 2006 zum Start der Regelung zu Arzneimittelrabattverträgen. Damit die künftige Kostensteigerung eingedämmt wird und die Versicherten weiterhin möglichst wenige Zuzahlungen leisten müssen, ist die Arbeit des IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) essenziell. Allein von 2007 auf 2008 wuchsen die Kosten für Arzneimittel um 1,3 Milliarden Euro von 27,8 auf 29,1 Milliarden Euro an, das sind 415 Euro pro gesetzlich Versichertem. (Quelle: BGM)
Zur Kostensenkung könnte neben einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Medikamente eine Preiskontrolle der Pharmaindustrie beitragen. Tatsächlich ist Deutschland das einzige Land in der EU, in dem die Arzneimittelhersteller ihre Preise ohne staatliche Regulierung festlegen dürfen. Festbetragsregelungen und Rabattverträge steuern dieser Tatsache zwar effektiv entgegen, dennoch stiegen die Arzneimittelausgaben 2009 unverhältnismäßig an. Ursache dieser Preisexplosion sind vor allem neue patentgeschützte Arzneimittel.
Die DEUTSCHE BKK fordert mehr Vertragsfreiheit für die Krankenkassen im Arzneimittelbereich und mehr Wettbewerb bei Pharmaherstellern und Apothekern.
Kommentare zum Beitrag
Asche
Mittwoch, 10-03-10 21:39
Alles Augenwischerei, Unglaubwürdig und kostenintensiver Verwaltungsaufwand für die ständig neu festgelegten zuzahlungs-befreiten Medikamente !!
z.B. jeweils gleiches Medikament / Wirkstoff:
* Febr. 2009 und Juli 2009 Medikament ausgetaucht und Rezept zuzahlungsbefreit;
* Okt. 2009 und Febr. 2010 Medikament ausgetauscht mit Rezept-Zuzahlung !!!
Die Beispiele können fortgesetzt werden, also Gewinner ist nur die GKV und Ihre unproduktiven Lobby-Spitzenverbände !!!
Forstamt
Samstag, 06-03-10 18:51
Hallo,
nach meiner Meinumg sind 2 krankenkassen ausreichend.
Eine private und eine gesetzliche Versicherung.
Da alle Beiträge gleich sind, würden ca. 200 Vorstände nicht mehr benötig und somit der Verwaltungsaufwand mindestens halbiert werden.
Damit werden dadurch tausende Angestellte wieder der Wirtschaft bzw. Produktion zur Verfügung gestellt.
Ich meine, daß ist der richtige Weg.
Oder die BKK wählt mich als Vorstandsmitglied mit satten 12000 Euro und ich werde meine Meinung verneinen.
Sirius
Montag, 22-02-10 14:51
sorry; ich muss meinen Bericht korrigieren:
der BMI ist nicht 32 sondern 23
Sirius
Montag, 22-02-10 11:11
Zum Bonusprogramm bei der Deutschen BKK möchte ich folgendes anmerken:
Ich gehe regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen rauche und trinke nicht. BMI 32 . Fahre 1500 km mit dem Fahrad jedes Jahr, gehe regelmäßig zum Schwimmen
und ernähre mich gesund. weil ich aber keinem Verein angehöre kann dieser Bonus nicht gewährt werden so wurde mir mitgeteilt.
HM
Mittwoch, 17-02-10 10:59
Rabattverträge machten aus zuzahlungsbefreiten Medikamenten bei austauschpflichtigen Medikamenten wieder zuzahlungspflichtig. Zwar gleicher Grundwirkstoff, aber bei ständig wechselnden Präparaten unterschiedliche Zusammensetzung und Beibackzettel.
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