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12.04.2010 Zukunft der Pflegeversicherung: Wohin geht die Reise?

Rubrik: Zahlen

Heute sind in Deutschland 2,1 Millionen Menschen pflegebedürftig. Laut Prognosen wird diese Zahl stark ansteigen und sich bis 2050 mehr als verdoppeln. Das Geld in der Pflegekasse reicht jedoch nur noch die nächsten Jahre, ab 2013 droht ein Minus. Welches politische Konzept ist am besten geeignet, um den steigenden Pflegebedarf zu finanzieren?

Geht es nach dem Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Regierung, so sind die Weichen für eine Pflegereform 2011 bereits gestellt. Demnach soll das bisherige System in der Pflegeversicherung, in dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Beiträge finanzieren, um eine Zusatzpflegeversicherung erweitert werden. Zahlen soll der Versicherte. Diese Zusatzversicherung muss laut Koalitionsvertrag „verpflichtend, individualisiert und generationengerecht ausgestaltet sein“.

Seit dem Koalitionsvertrag vom vergangenen Herbst drangen keine Einzelheiten über die Umsetzung dieses Vorhabens aus dem Bundesgesundheitsministerium. Die Prüfkommission prüfe noch verschiedene Modelle, heißt es.

Wie bereiten sich die gesetzlichen Krankenversicherungen vor? Abwarten und Tee trinken? Einige Krankenkassen wollen vermutlich zunächst noch konkretere Absichten aus dem BMG hören, andere kommen aus der Deckung. Die Barmer GEK will laut Handelsblatt von Ende März nicht auf eine Vorlage von Gesundheitsminister Philipp Rösler warten. Sie will eigene Konzepte für eine kapitalgedeckte Pflegezusatzversicherung innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung vorlegen. Die Deutsche BKK plant, eine solche Versicherung gemeinsam mit einem Partner aus der privaten Krankenversicherung umsetzen.

Kommentare zum Beitrag

Anzeige: 1 - 1 von 1.
 

paul

Samstag, 24-04-10 15:16

Politische Fehlentscheidungen dauernd zu kompensieren, ist für uns nicht möglich.

Ich persöhnlich werde die 8 Euro monatlich nicht bezahlen.
Wenn die BKK aus diesem Grund, mich nach 20 Jahren Mitgliedschaft rauswerfen will, dann soll die es tun!

Die Grenze ist erreicht, Hier stehe ich und kann nicht anders!

 
 

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